Primary links

  • Stiftung
    • Geschichte
    • Satzung
    • Stiftungszweck
    • Struktur
    • Vorstand
  • Komponist
    • Biographie
    • Werdegang
    • Urauffürungen
    • Zum Werk
    • Werkverzeichnis
    • Bearbeitungen
  • Aufführungen
  • News
  • Publikationen
    • Bibliographie
    • Einige CDs
    • Best of Glasunow
    • Best about Glasunow
  • Archiv
    • Verzeichnis
    • Russische Emigration
  • Unterstützungsprogramm
    • Auszeichnungen-Stipendien
  • Familie
    • Ehefrau
      • Die Ikone des Hl. Nikolaus
    • Tochter
      • "E.Glasunow und die Kritiker"
      • Nachruf
    • Schwiegersohn
      • Werke
  • Impressum
  • Kontakt
Öffnen Sie die Mediathek

 

 Glasunow- oder das Russenhaus in München

Bei einer Versteigerung  im Auktionshaus Droit in Paris am 21. Februar 1936 in Paris wurden drei Briefe von A. Borodin aus seiner Korrespondenz angeboten, die er mit einem ausländischen Dirigenten 1884 geführt hatte. In einem der Briefe schrieb Borodin: "Sie möchten wissen, ob es in der neuen russischen Schule begabte junge Komponisten gibt. Ich beginne mit dem jüngsten. Ich nenne Ihnen vor allem Alexander Glasunow. Dies ist ein Talent von absoluter Einzigartigkeit..."
Und zwanzig Jahre später, 1904, bei einer Gedenkfeier an Mitrofan Belaieff*, sagt N. Rimsky-Korsakow im Gespräch mit W. Stassow: "Er ist es (Glasunow), der letzte unter uns und mit ihm geht die jetzige russische Musik und die neue russische Periode zu Ende. Schrecklich!".
Heidelberg, Leipzig, Baden-Baden, Gundelsheim am Neckar -  sind Städte, die Alexander Glasunow mehrmals aufgesucht  und sich  längere Zeit  dort aufgehalten hat.
 
 
Glasunow-Haus in Harlaching, München. Sitz der Stiftung
 
Glasunow-Haus in Harlaching, München. Sitz der Stiftung.
 
Ein Schrankkoffer mit der ganzen Ausrüstung vom Frack bis zum Dirigentenstab.
 
Reiseschrankkoffer mit Konzertausstattung.
 
Ende 1930 zog er für ein halbes Jahr nach Berlin, wo zu dieser Zeit seine Tochter, Elena, lebte. München lag im Leben und Schaffen von Glasunow  so zu sagen "nicht auf dem Wege", hier war er nur auf der Durchreise.
1961 zog seine Tochter (sie war Pianistin) zusammen mit ihrem deutschen Ehemann, dem Schriftsteller, Herbert Günther, nach München um. Sie brachte die gesamte Einrichtung der Pariser Glasunow-Wohnung und sein umfangreiches Archiv mit in die bayerische Hauptstadt, wo alles bis November 2002 aufbewahrt wurde. In München gibt es außerdem eine Strasse, die nach dem Komponisten benannt worden ist
Zu den Aufgaben der Alexander K. Glasunow-Stiftung, die im Glasunow-Haus sich befindet, gehören - Pflege des musikalischen Erbes des Komponisten, Unterstützung von Musik-und Ballet-Studenten, sowie bedürftiger russischer Musiker in den Republiken  der früheren UdSSR.
Im Laufe der Jahre wurde das Glasunow-Haus in München-Harlaching von Hunderten prominenter Gäste, darunter Rudolf Nurejew, Mstislav Rostropowitsch, der ehemaligen Kultusministerin der UdSSR, Ekaterina Furtseva, und anderen besucht.
Die letzten acht Jahre seines Lebens in Paris träumte Glasunow vom russischen Winter, russischen Birken und der Rückkehr in die Heimat. Doch dazu sollte es nicht kommen.
Am 21. März 1936 starb er in den Armen seiner Frau, im Beisein seiner Tochter. Drei Tage später fand  in memoriam A.K. Glasunow ein Don-Kosaken-Konzert unter Sergei Jaroff statt. Zahlreiche französische Komponisten und Dirigenten, das Ballett von Monte Carlo, das Pariser Ballett und die russische Öffentlichkeit nehmen am 24. März in der russischen Alexander Newski-Kirche in Paris Abschied von A. K. Glasunow.
Die sterblichen Überreste des Komponisten wurden in einem extra angefertigten Doppelsarg der Erde des Nouveau Cimetieere de Neuilly übergeben.
Erst nach 36 Jahren schickte der damalige Botschafter der UdSSR in der DDR, Abrassimow, einen offiziellen Vertreter in das Haus am Perlacher Forst mit dem Auftrag, die Erlaubnis zur Umbettung des Komponisten zu erwirken.
Am 14. Oktober 1972 wurden die aus Paris nach St Petersburg überführten Gebeine Glasunows feierlich in der Künstler-Begräbnisstätte des Alexander Newski-Klosters neben den Komponisten Tschaikowsky, Glinka, Rimsky-Korsakow, Borodin und Musorgski beigesetzt.
 
 
Das Grab von Alexander Glasunow auf dem Friedhof des Alexander Newski-Kloster in St. Peresburg
 
Das Grab von Alexander Glasunow auf dem Friedhof des Alexander Newski-Kloster in St. Peresburg.
Schostakowitsch schickte ein Telegramm: "Glasunow ist fern von uns gestorben, aber wir fest davon übrzeugt, dass seine sterblichen Überreste in die Heimatstadt zurückkehren werden (...) Wir senken unsere Häupter zum Gedenken an den großen russischen Komponisten und einen Menschen mit einzigartigen seelischen Qualitäten."
 
* Mitrofan Belaieff (1836-1903) 
Kaufmann, Musikliebhaber. Am 2. Juli 1885 gründet er in Leipzig den  M.P. Belaieff Musikverlag.
Die Begeisterung für Glasunows Musik veranlasst M.P. Bewlaieff, einen Verlag zu gründen, um Gasunows Werke zu veröffentlichen. 
Später erstreckt  Belaieff seine  Tätigkeit auch  auf andere  bedeutende, mittlerer weile weltberühmt gewordene, Komponisten: N. Rimsky-Korsakow, A. Borodin, A. Liadow, M. Mussorgski, S. Tanejew, C. Cui usw.

 

  • Русский Русский