"…Im Frühjahr 1881 lehnte Rimski-Korsakow es entschieden ab, mir weiter Unterricht zu geben, und schlug vor, mich nur noch um freundschaftlichen Rat an ihn zu wenden…. Und erklärte seine Absage mit den Worten : Alles Andere werden Sie am besten beim Komponieren lernen".
"...Ich sah einen schönen dunkelhaarigen Mann, übermittelgroß, kräftig, von stolzer Haltung und mit einem Adlerblick. Dies war Alexander Borodin. Klug, hochgebildet, von europäischer Kultur, bezaubernd im Umgang, nahm er mich durch seine Einfachheit und Herzlichkeit ganz gefangen"
"...Bei den Stassows machte ich die Bekanntschaft von Ilja Repin. ... Seine lebendige Redeweise und die ganze Atmosphäre seines Ateliers, in dem eigene Gemälde und Kopien alter Meister hingen, brachten mich der Malerei näher ... Er war ein richtiger Pedant, und im Gegensatz zu Aiwasowski malte er nicht ohne Natur"
"...Als ich bei der Inszenierung von "Raymonda" die Beobachtung machte, wie einige dramatisch-mimische Szenen herausgearbeitet wurden, überzeugte ich mich davon, dass ihre ballettmäßigen Gesetze dem dramatischen Ausdruck keinen Abbruch taten, und hatte deshalb auch nicht den Wunsch, statt Mimik und Tanz Rede und Gesang zu hören".
"...Obwohl viele meiner Freunde in die neue Direktion gewählt worden waren, geriet ich auf den Sitzungen ziemlich ungestüm mit ihnen aneinander, vor allem mit dem Vorsitzenden Arzybuschew, weil man sich in die inneren Angelegenheiten des Konservatoriums einzumischen versuchte. Mit der Prinzessin (Helene von Sachsen-Altenburg) kam es zu heftigen Zusammenstößen, besonders wegen der Judenfrage, in der ich meinen Standpunkt erfolgreich verfocht, die bisherige Quote für die Zulassung jüdischer Schüler aufzuheben und unbegrenzt das Talent entscheiden zu lassen. ..... aber dann konnte ich die Einhelligkeit wiederherstellen, und mir wurde das Vertrauen ausgesprochen"
"...Wie kann das Publikum Straussens "Elektra" verstehen? Selbst wir Spezialisten verstehen diese Oper nicht; von mir gar nicht zu reden - ich muss sagen, dass mich die Klänge in diesem Werk an einen Geflügelhof erinnern: diese quietschenden, ruhelosen, bis zur Tierischkeit kuriosen. Für mein Gefühl gibt es in der "Elektra" keine gesunde Musik..."
"...Es tut mir schrecklich weh, dass Sie (Fjodor Akimenko) als reinblütiger Russe so rasch Ihre Nationalität verloren haben. Kehren Sie wieder nach Russland zurück und lassen Sie Frankreich".
"...Gestern hörte ich Musik von Iwan Wyschnegradsky auf dem von ihm jetzt entwickelten Vierteltonklavier. Von diesen "Vierteln" tat mir der Kopf weh..."
"...Ist das nicht verrückt, aber mir gefällt Jazz. Da kommen wunderbare Rhythmen vor. Auch wenn Wagner gesagt hat, das sei Begattungsmusik. In ihm ist es schwer, Kreation und Ausführung zu unterscheiden. Der Erfolg im Jazz hängt fast im selben Maße von dem einen wie von dem anderen ab"
"...Der Komponist muss genau so orchestrieren, wie es seiner musikalischen Intention entspricht, und er darf dem Dirigenten zuliebe nicht simplifizieren.."
"...Seine (Medtners) Werke sind nicht für jedermann verständlich, aber er ist ein erstklassiger Pianist und weiß die Wirkung des Klaviers auszuschöpfen".
"...Als Russe leide ich sehr darunter, dass ich keine Heimat habe und gezwungen bin außerhalb der Heimat herumzuirren, ohne ein bestimmtes Ziel..."
"Das Wunder von Paris (gemeint - der Organist Marcel Dupre)"